Samstag, 20. Februar 2010

Liebe Grüße aus Kampala!


15:00 Uhr Ortszeit, Flughafen Entebbe, die Frisur sitzt! Doch ich nicht mehr, nach 14 Stunden Flug plus 3 Stunden Zwischenstopp in Dubai endlich angekommen. Meine neue Heimat zeigt sich gleich sehr entgegenkommend und begrüßt unsere kleine Gruppe mit, für ugandische Verhältnisse, sehr kühlen Temperaturen. Die ersten Schritte zeigen schon, vieles läuft hier anders als gewohnt: Gepäckkontrolle Fehlanzeige, wir werden einfach vorbeigewunken und können somit alle unseren illegal mitgeführten Utensilien ins Land schmuggeln, vermutlich hat die Warteschlange die 5 Meter Länge überschritten, was ja mehr Arbeit für das Flughafenpersonal bedeuten würde. Nein, so schlimm sind wir ja nun nicht und die Afrikaner natürlich auch nicht. Am besten kann man die Lebensart hier durch das Sprichwort „mpola mpola“ ausdrücken, das hier soviel heißt wie „immer mit der Ruhe“. Das soll aber nicht heißen, dass Kampala ein verschlafenes Städtchen ist, es ist voller Leben und voll von geordnetem Chaos. Händler, Taxi- und Boda-Boda Fahrer (das sind kleine Mopedtaxis) prägen das Bild der Stadt. Bei ca. 1.3 Millionen Einwohnern kann von Verkehrsregeln und Platz keine Rede mehr sein. Jeder sucht sich seinen eigenen Weg durch die Massen, eröffnet dabei auch ganz ungeniert mit dem Gehweg eine neue Spur um jeden Zentimeter auskosten zu können. Doch es klappt irgendwie und auch ich fühle mich schon richtig wohl in diesem Trubel.
In den letzten Tagen besuchte ich ein paar Projekte der anderen Teilnehmer und konnte mir so ein Bild von deren Arbeit machen. Mein Projekt liegt noch ca. 600 Kilometer entfernt und wird noch etwas warten müssen. Erst am Sonntag werde ich, nach einer langen Busfahrt, gegen Abend in Fort Portal ankommen und mir am Montag endlich meine neue Arbeitsstätte anschauen können.
Heute ist mein letzter Abend im Hotel und somit auch vorerst meine letzte Möglichkeit meinen Blog aktuell zu halten, bis ich mich in Fort Portal nach einem Internetcafé umgeschaut habe. Doch keine Angst, „I´ll be back“!

Dienstag, 9. Februar 2010

Jetzt aber fix nach Uganda!

Es ist nun kurz vor 22 Uhr. Das letzte Vorbereitungsseminar ist nun schon eine Woche vorbei und ich stehe in den Startlöchern. Denn der morgige Tag läutet den Beginn meines Freiwilligenjahres ein, das ich schon lange herbeisehne und endlich ist es soweit. Meine Koffer sind sogut wie gepackt, doch von Aufregung noch keine Spur. Vermutlich werde ich das Alles erst beim Abheben des Flugzeugs so langsam realisieren, dann Panik schieben und versuchen das Cockpit zu stürmen, um den Piloten mit einer Nagelfeile zum Landen zu zwingen.
Nein, so dramatisch wird es nicht ablaufen, aber die "Warumfrage?" wird mir bestimmt durch den Kopf gehen. Ich schreibe Euch also heute das letzte Mal in diesem Jahr aus Deutschland, meinen nächsten und eigentlich auch ersten Bericht könnt ihr dann in ein paar Wochen erwarten. Dort werde ich Euch dann endlich Details meiner Arbeit verraten und über meine ersten Eindrücke berichten.
Ich wünsche Euch allen alles Gute für dieses Jahr und hoffe wir sehen uns alle gesund wieder!
Machts gut und bis bald!
Euer Sven!