
15:00 Uhr Ortszeit, Flughafen Entebbe, die Frisur sitzt! Doch ich nicht mehr, nach 14 Stunden Flug plus 3 Stunden Zwischenstopp in Dubai endlich angekommen. Meine neue Heimat zeigt sich gleich sehr entgegenkommend und begrüßt unsere kleine Gruppe mit, für ugandische Verhältnisse, sehr kühlen Temperaturen. Die ersten Schritte zeigen schon, vieles läuft hier anders als gewohnt: Gepäckkontrolle Fehlanzeige, wir werden einfach vorbeigewunken und können somit alle unseren illegal mitgeführten Utensilien ins Land schmuggeln, vermutlich hat die Warteschlange die 5 Meter Länge überschritten, was ja mehr Arbeit für das Flughafenpersonal bedeuten würde. Nein, so schlimm sind wir ja nun nicht und die Afrikaner natürlich auch nicht. Am besten kann man die Lebensart hier durch das Sprichwort „mpola mpola“ ausdrücken, das hier soviel heißt wie „immer mit der Ruhe“. Das soll aber nicht heißen, dass Kampala ein verschlafenes Städtchen ist, es ist voller Leben und voll von geordnetem Chaos. Händler, Taxi- und Boda-Boda Fahrer (das sind kleine Mopedtaxis) prägen das Bild der Stadt. Bei ca. 1.3 Millionen Einwohnern kann von Verkehrsregeln und Platz keine Rede mehr sein. Jeder sucht sich seinen eigenen Weg durch die Massen, eröffnet dabei auch ganz ungeniert mit dem Gehweg eine neue Spur um jeden Zentimeter auskosten zu können. Doch es klappt irgendwie und auch ich fühle mich schon richtig wohl in diesem Trubel.
In den letzten Tagen besuchte ich ein paar Projekte der anderen Teilnehmer und konnte mir so ein Bild von deren Arbeit machen. Mein Projekt liegt noch ca. 600 Kilometer entfernt und wird noch etwas warten müssen. Erst am Sonntag werde ich, nach einer langen Busfahrt, gegen Abend in Fort Portal ankommen und mir am Montag endlich meine neue Arbeitsstätte anschauen können.
Heute ist mein letzter Abend im Hotel und somit auch vorerst meine letzte Möglichkeit meinen Blog aktuell zu halten, bis ich mich in Fort Portal nach einem Internetcafé umgeschaut habe. Doch keine Angst, „I´ll be back“!
.jpg)