Dienstag, 9. Februar 2010
Jetzt aber fix nach Uganda!
Nein, so dramatisch wird es nicht ablaufen, aber die "Warumfrage?" wird mir bestimmt durch den Kopf gehen. Ich schreibe Euch also heute das letzte Mal in diesem Jahr aus Deutschland, meinen nächsten und eigentlich auch ersten Bericht könnt ihr dann in ein paar Wochen erwarten. Dort werde ich Euch dann endlich Details meiner Arbeit verraten und über meine ersten Eindrücke berichten.
Ich wünsche Euch allen alles Gute für dieses Jahr und hoffe wir sehen uns alle gesund wieder!
Machts gut und bis bald!
Euer Sven!
Dienstag, 19. Januar 2010
Was mich bewegt!
Draußen angekommen, bekam ich sogleich die hohe Luftfeuchtigkeit zu spüren, die den Druck auf meine sowieso schon müden Sinne noch verstärkte. Doch all dies, wurde durch die Aufregung und die Vorfreude auf das Kommende überschattet. Nachdem ich die übliche Prozedur der Passkontrolle und des Gepäckabholens durchlaufen hatte, machte ich mich mit circa hundert anderen Touristen auf den Weg zu den Bussen, die uns schließlich zu den einzelnen Hotels bringen sollten. Bald war der richtige Bus ausgemacht und schon fuhren wir in Richtung Küste.
Auf dem Weg dorthin durchquerten wir auch einen Teil von Mombasas Innenstadt. Der Himmel war noch immer behangen von dicken grauen Wolken, die keinen Sonnenstrahl durch- und kaum ein Gefühl von Urlaub aufkommen ließen. Doch der Regen interessierte mich in diesem Moment weniger. Es waren eher die Menschen, die zu hunderten, dicht gedrängt, unter den Wellblechdächern kleiner Läden standen und uns nachschauten, wohlwissend, wo wir mit unserem Touristenbus hinfuhren.Im weiteren Verlauf des Urlaubs kamen immer wieder Situationen, die mir vor Augen führten, was „leben“ in Afrika bedeutet. Kleine Kinder die freudestrahlend unserem Auto hinterherrennen wenn man ihnen ein paar Süßigkeiten zuwirft. Männer die einen Wagen hinter sich herziehend, der stark an kleine Kutschen aus dem wilden Westen erinnert, kilometerweit laufen müssen um „sauberes“ Wasser an einer Tankstelle zu holen, damit sie überhaupt etwas kochen können. All diese Erlebnisse formten sich in meinem Kopf zu einem Bild, das mir viel näher ging, als die Eindrücke die ich vor meinem Urlaub aus der Zeitung und dem Fernsehen erfuhr. Hier fehlte mir einfach die Distanz zu den Geschehnissen, ich bekam eine Ahnung, was Hunger und Armut wirklich für diese Menschen bedeuten.
Donnerstag, 14. Januar 2010
Weltwärtsprogramm
Übers I-net bin ich vor einigen Monaten auf das "weltwärtsprogramm" gestoßen. Initiiert und gefördert durch das Bundesminesterium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), erhalten Jugendliche im Alter von 18-28 hier die Chance sich im Ausland sozial zu engagieren. Ob in Asien, Afrika, Lateinamerika oder Osteuropa, das Angebot ist groß.
Vorbereitet und unterstützt werde ich durch meine Entsendeorganisation artefact, hier nennt sich sich das "weltwärtsprogramm" jedoch solivol (setzt sich zusammen aus solar und volunteer). Die Einsatzstellen der Freiwilligen werden durch kleine grassroot-Initiativen zur Verfügung gestellt, das sind solivol-Partnerorganisationen die im Bereich der erneuerbaren Energien, Aufforstung , Fair Trade und Bildung für nachhaltige Entwicklung arbeiten.
Die durch die Freiwilligenarbeit entstehenden Kosten, werden zu 75% vom BMZ getragen, weitere 7% werden durch artefact übernommen. Die Freiwilligen werden durch das BMZ angehalten, die restlichen Mittel durch Spendeneinnahmen selbst zu erwerben.
Aus diesem Grund möchte ich Euch um eine Spende bitten, der Betrag spielt keine Rolle. Und wenn es nur die paar Münzen sind, die ihr gestern zwischen den Sofakissen gefunden habt.
Spendenkonto: artefact gGmbH
Nord-Ostsee-Sparkasse
BLZ: 217 500 00
Kontonr.: 220 762 56
Verwendungszweck: solivol-Tbg
Danke!!!
Habt Ihr weitere Fragen an mich, könnt Ihr mich auch gerne per E-Mail kontaktieren!
SvenKohlhoff.23@googlemail.com
Informationen zu meinem Projekt in Uganda

- Fördert die aufrechtzuerhaltende Verwendung von Pflanzen für medizinische Zwecke und den Austausch von Erfahrungen
- Anbau von Kräutern, Gewürzen und für die Medizin verwendbare Pflanzen, wie z.B. Artemesia annua und Centella asiatica
- etc.
Wie Ihr seht, gibt es auf jedenfall einige Bereiche in die ich mich einbringen kann und ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in mein Projekt geben, weitere Informationen werden natürlich noch folgen!
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